Gemeinderatssitzung 06.02.2012/Vorlage 5

Naturnahe Umgestaltung des Seebachs im Bereich der Brücke in der Bahnhofstraße

In den vergangenen Jahren hat sich die Gemeinde immer wieder mit dem Sanierungsbedarf des Seebaches im Bereich der Brücke Bahnhofstraße beschäftigt.

Im Rahmen einer Diplomarbeit hat im Jahr 2001 Frau Svena Reiß von der Fachhochschule Nürtingen einen Gewässerentwicklungsplan für den Trinkbach/Seebach ausgearbeitet. Frau Reiß hat dabei den Bestand aufgenommen, das Gewässer bewertet und eine Konfliktanalyse erstellt, aus der sich Erhaltungs-, Entwicklungs- und Umgestaltungsmaßnahmen ergeben. Festgestellt wurde u.a., dass der Seebach Richtung Ortsmitte stark beeinträchtigt bzw. vollständig verändert ist und grundsätzlich Handlungsbedarf gegeben ist.

Bei seiner Klausurtagung am 20.10.2006 besichtigte der Gemeinderat die Seebachbrücke im Bereich der Bahnhofstraße und beauftragte die Verwaltung, zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt den Sanierungsbedarf zu prüfen. Im Mai 2007 stellte das Landratsamt  dann bei einer Ortsbegehung fest, dass kein aktueller Handlungsbedarf besteht, nachdem sich nur kleinere Platten oder Teile lösen. Es wurde empfohlen, von einer Sanierung des bestehenden Zustandes abzusehen und mittelfristig eine ökologische Sanierung des Bereiches mit Entsiegelung durchzuführen.

In Zusammenhang mit dem Pachtverhältnis Bahnhofstraße 11 hat Gemeinderat Fischer ebenfalls die Sanierung des Seebaches mit einer möglichen Öffnung des Bachlaufes in Anlehnung an das Beipsiel Jesingen angesprochen.

Bedingt durch die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen für den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Dr. Bernhard-Hauff-Straße“ wurde das Thema von der Verwaltung wieder  aufgegriffen und das Büro StadtLandFluss mit einer ersten Untersuchung zur naturnahen Umgestaltung des Seebeaches im Bereich der Brücke Bahnhofstraße beauftragt.

Das Untersuchungsergebnis ist in beigefügter Projektskizze zusammengefasst. Herr

Sascha Arnold vom Büro StadtLandFluss wird in der Gemeinderatsitzung entsprechende Ausführungen geben.

Aus Sicht der Verwaltung besteht zum einen die Möglichkeit, das Projekt insgesamt in Angriff zu nehmen und mit dem ersten Bauabschnitt noch 2012 zu beginnen. Zum anderen kann als Synergieeffekt die Maßnahme für notwendige Ausgleichsmaßnahmen im Bereich der Gewerbegebietserweiterungen „Zeller Straße“ und „Dr. Bernhard-Hauff-Straße“ herangezogen werden.

Antrag der Verwaltung:
1.  Kenntnisnahme.
2. Als erste Rate für Planung und etwaige Maßnahmen werden im Haushalt 2012 € 20.000 bereitgestellt.

31.01.2012

Jürgen Riehle            Roswitha Haselbeck
Bürgermeister           Hauptamtsleiterin